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Magdeburger Wissenschaftler forschen an Galileo-Programm

10.03.2010 :: Basis / Wirtschaft

Investitionskosten für das Projekt in Sachsen-Anhalt bei fast drei Millionen Euro

Magdeburg (ddp-lsa). An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ist am Mittwoch ein Entwicklungslabor für das Galileo-Testfeld eröffnet worden. «Es ist das einzige Entwicklungslabor und Testfeld für Ortung, Navigation und Kommunikation in Verkehr und Logistik in Deutschland», sagte Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre (CDU). Damit würden künftig in Magdeburg modernste satellitengestützte Anwendungen für die Verkehrs- und Logistikbranche, den Nahverkehr, die Telematik sowie die funkgestützte Kommunikation getestet und weiterentwickelt.

Die Investitionskosten für das Galileo-Projekt belaufen sich laut Angaben auf fast drei Millionen Euro. Sie werden aus Mitteln des Landes und aus dem Konjunkturprogramm II finanziert. Das Labor wird künftig auch für die Lehre auf dem Gebiet der angewandten Verkehrsforschung an der Universität Magdeburg genutzt.

Im Vergleich zum amerikanischen GPS-System besitze das europäische Satellitensystem Galileo eine höhere Präzision, insbesondere auch für den zivilen Nutzer, hieß es. Bereits Mitte Februar hätten die ersten Untersuchungen mit einer Straßenbahn in Halle begonnen. Durch eine enge Verkehrsführung stellt Halles Innenstadt für präzise Ortungssysteme eine besondere Herausforderung dar. Innerhalb der nächsten Jahre sollen mit diesem Fahrzeug unterschiedliche Satellitensysteme getestet und zuverlässige Bewegungsdaten für die Optimierung des Nahverkehrs gesammelt werden.  (ddp)